Fazit #HowToNewWork: Zukunftssicherung, nicht Selbstzweck!

„Jetzt mal Tacheles!“ – so hätten wir die Aktion #HowToNewWork auf dem Debatten-Blog „Future of HR“ auch nennen können. Denn die Idee hierzu kam uns nicht, weil es im Netz an Beiträgen zum Wandel der Arbeitswelt mangelt. Vielmehr hatten wir das Gefühl, dass es eine geringere Flughöhe braucht, um konkrete, handlungsleitende Inspirationen zu bieten. Unsere Hoffnung, das in Form einer vielstimmigen Netzdebatte realisieren zu können, hat sich deutlich übererfüllt.

24 Autoren mit unterschiedlichem professionellen Hintergrund folgten unserem Aufruf in den Sozialen Medien und verfassten Beiträge mit pragmatischen, teils mutigen und motivierenden, aber auch neue Fragen aufwerfenden Perspektiven. Folgt man den Impulsen, bleibt festzustellen: Es ist Zeit, die Ärmel hochzukrempeln!

Denn New Work verlangt in den Augen der Autoren zum Beispiel die Bereitschaft, Mitarbeitende durch Bottom-up-Ansätze und Top-down-Impulse zu Beteiligten zu machen, oder gar zu internen Unternehmern. Ihnen müssen flexible, teils zeit- oder ortsunabhängige Arbeitsformen, -umgebungen oder Stellen-Modelle angeboten werden. Es bedarf individueller Wahlmöglichkeiten und der Wertschätzung von Einzelleistungen bei gleichzeitiger Schärfung des Teamfokus. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass Agilität erst durch Strukturen entsteht, aber auch Experimentierfreude gefordert ist, um Dinge anders zu betrachten oder anhand neuer Methoden kreativ anders zu lösen. Insofern braucht es heute keine Besserwisser mehr, sondern Menschen, die die richtigen Fragen stellen. Dass dies mitunter Konflikte mit sich bringt, wurde dabei nicht verschwiegen, es wurde aber auch als Grundvoraussetzung für gute Ergebnisse im Aushandlungsprozess neuer Arbeitsformen ausgemacht.

All dies ist jedoch kein Selbstzweck. New Work ist mehr als eine Wohlstandsdebatte unter Konzern-Repräsentanten und Beratern. Unternehmen müssen sich schnell und wendig – also agil – aufstellen, um den sich schnell und deutlich verändernden Marktdynamiken nicht hinterherhecheln zu müssen, sondern diese bestenfalls zu gestalten. Gleichzeitig haben sich auch die Bedürfnisse von KandidatInnen und Mitarbeitenden geändert. Hierauf einzugehen ist für Arbeitgeber im Wettbewerb um Talente überlebenswichtig und gleichzeitig die beste Voraussetzung dafür, dass innovative Köpfe eben auch innovativ arbeiten können.

Dies möglich zu machen und gerade auch kleineren oder mittelständischen Unternehmen die Relevanz, aber auch die Konkretheit dieses Themas anhand von einfachen Maßnahmen aufzuzeigen, hierzu haben alle Autorinnen und Autoren der #HowToNewWork Debatte eindrucksvoll beigetragen. Hierfür möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

Die Initiative selbst war für uns auch ein Bestandteil von New Work: Weg von der Nabelschau, die trotz aller Sonntagsreden zum Thema Kooperation in der externen Unternehmenskommunikation vorherrscht, hin zur offenen, gemeinschaftlichen Netzwerkdebatte. Aus diesem Grund sind Sie auch in Zukunft herzlich dazu eingeladen, Ihre Perspektiven auf www.Future-of-HR.com zu veröffentlichen. Auf eine lebendige, fortwährende und ergebnisreiche analoge und digitale Debatte!

 

Über die Autoren

Michael H. Kramarsch zählt zu den führenden Vergütungsberatern und Corporate-Governance-Experten. Er ist Delegierter des Verwaltungsrats und Managing Partner der 2011 von ihm gegründeten internationalen Unternehmensberatung hkp/// group. In seiner mehr als 20-jährigen Beratertätigkeit beschäftigte er sich schwerpunktmäßig mit Fragestellungen der wertorientierten Unternehmensführung, Corporate Governance, Performance Management und Top-Executive-Vergütung. Als Sachverständiger hat er mehrfach die Regierungskommission DCGK und Standardisierungsgremien zur Vorstandsvergütung (DSRC) beraten. Als Investor fokussiert sich Michael H. Kramarsch auf Startups im HR-Umfeld.

Constantin Härthe ist Digital Communication Manager der hkp/// group. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren wissenschaftlich und beruflich mit dem digitalen Wandel der Kommunikation. Er ist Mitautor einer Studie zur digitalen Krisenkommunikation, war Redakteur in der Senderkommunikation eines öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders sowie als Kommunikations-Referent in einer Wirtschaftsorganisation und als Projektmanager in Agenturen für PR und Bewegtbild beschäftigt.

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