Böse, böser, Bonus?

Befeuert durch die Diskussionen rund um die Boni der VW-Vorstände für das Geschäftsjahr 2015 erfährt die Diskussion um variable Vergütung als Incentivierung außerordentlicher Leistungen einen neuen Schub. Hierbei wird dem Bonus selbst der schwarze Peter zugeschoben – zu Unrecht, wie ich auch in meinem aktuellen Beitrag auf XING erläutere. Zwar liegen Bonus-Systeme und die jeweilige Praxis vielfach in der Tat im Argen. Die Lösung besteht jedoch nicht darin, darauf zu verzichten, sondern den Bonus richtig zu nutzen.

So sollten Unternehmen klären, was Leistung für sie bedeutet und den Zusammenhang von Leistung, Erfolg und Bonus nachvollziehbar regeln. Dann können sie festlegen, wie viel Geld Führungskräfte überhaupt verteilen dürfen – höhere Boni für Top-Leister lassen dann automatisch weniger Mittel für durchschnittliche Mitarbeiter übrig. Es braucht also professionelle Prozesse in der Vergütung und natürlich auch Führungskräfte, die ihre Führungsaufgaben ernst nehmen.

Abgesehen davon ist es auch verfehlt, mit Blick auf die variable Vergütung „Skandal“ zu rufen. So hat erst kürzlich eine hkp/// group Analyse zur Vergütung der Vorstandsvorsitzenden in DAX-Unternehmen gezeigt, dass die jährlichen Boni seit 2006 deutlich auf dem Rückmarsch sind und zunehmend durch langfristige Vergütungselemente abgelöst wurden. Das ist der richtige Weg zur Abbildung von nachhaltigem Erfolg in der Vergütung, insbesondere der Vergütung des Top-Managements! (siehe hkp/// group Presseinformation).

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